Abtreibung

Alles, was in keines der anderen Boards passt, gehört hier hin - aktuelle Ereignisse, ernsthafte Diskussionen usw.

Moderatoren: Pfeffi, Mirax, Alienmaus

Ist Abtreibung in Deutschland erlaubt?

Ja
3
10%
Nein
3
10%
Nur bis zu einem bestimmten Monat.
15
50%
Weiss ich nicht.
1
3%
Den Umständen entsprechend,ja.
8
27%
 
Abstimmungen insgesamt: 30
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Fiorina
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Beitrag von Fiorina » Fr 08 Aug, 2003 9:54 pm

HollaDieWaldfee hat geschrieben:@Fiorina: :knuddel: Brava, brava, bravissima! Genau meine Meinung. Übrigens: ich mag dein Avatar. *grins*
Und ich dachte, für mein Post würde ich tierisch auf´n Kopf kriegen. Ich bin beruhigt, daß noch jemand so denkt. Und schön, daß Dir mein Avatar gefällt! :)

Die Links, die Du gegeben hast haben mich echt fertig gemach. Ich bekomme schon das Heulen, wenn ich so etwas nur lese. Mich macht so etwas echt fertig! Und deshalb macht es mich so richtig wütend, wenn jemand meint er müsste Poppen ohne zu verhüten. Passiert ja schon nichts, und wenn doch, kann man ja immer noch abtreiben. :puke: :wallbash:
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Beitrag von Gast » Fr 08 Aug, 2003 10:12 pm

@Waldfee wow was da steht is....ich weis nicht wie ich es sagen soll ......

Im Sommer 1997 überlebte ein kleiner Junge, Tim, seine eigene Abtreibung. Wegen eines genetischen Defektes - Trisomie 21, Down-Syndrom - hatten sich die Eltern in der 25. Schwangerschaftswoche für eine Abtreibung entschieden. Tim aber kam lebend zur Welt und wurde (laut FOCUS) 10 Stunden lang unversorgt liegengelassen. Erst dann leiteten die Ärzte der Städtischen Kliniken Oldenburg die medizinische Behandlung ein.)
Wie kann man soetwas nicht merken,huh?Da zweifle ich doch langsam aber sicher an Ärzten.....
Im Januar 1998 stellten die Eltern des Kindes Strafanzeige und verklagten die Ärzte auf Schadensersatz für sich und das Kind, da Sie nicht über das "Risiko" aufgeklärt worden seien, daß ihr Sohn überleben könnte
Ja zuerst loswerden wollen und dann noch Geld dafür bekommen..... und über soetwas informiert man sich doch voher (Spezielle Stellen,Ärzte,Bücher,net)oder hab ich irgendwas verpasst?
Waren es 1994 "lediglich" 26 6), so stieg die Anzahl der Abtreibungen nach der 23. Woche seither kontinuierlich. 1996 7) wurden 159 und 1997 bereits 190 Abtreibungen überlebensfähiger Kinder registriert.
Wowwowwow... das is krank :shocked:

@Fiorina :knuddel: Gut gesagt..guter Text.... und das argument mit der 14 jährigen fand ich auch gut....wer poppt kann auch verantwortung targen...so isses nunmal...bevor ich mit einem ins Bett steig (vorallen wenn man noch so jung ist )überleg ich doch mal was überhaupt abgeht..

@an euch beiden.... danke für die pics :knuddel:
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Beitrag von Fiorina » Fr 08 Aug, 2003 10:22 pm

Wenn ich so etwas lese, stelle ich mir immer vor, wie es für das Baby sein muß. Es wird viel zu früh gewaltsam gezwungen den schützenden, warmen Mutterleib zu verlassen, und wird dann einfach liegen gelassen, bis es stirbt. Das ist soooo abartig und unmenschlich!! Es ist ein kleiner Mensch, der, wie jeder andere Mensch, ein Recht auf Leben hat! Ein kleiner Mensch, der Gefühle hat! Diese Kinder müssen doch unendlich leiden! Werden stundenlang allein und hungrig liegen gelassen! Von den körperlichen Problemen, wie zum Beispiel Probleme beim Atmen und ähnlichem ganz zu schweigen! Ich könnte bei so etwas nur Heulen! Und das die Rate dieser "Abtreibungen" stetig steigt macht mir wirklich Angst! Das zeigt doch nur zu gut, wie sorglos mit dem Thema umgegangen wird. Das ist absolut unmenschlich, beängstigend, traurig, wiederlich und abartig!
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Beitrag von Spike'sKrüml » Fr 08 Aug, 2003 10:24 pm

das mit dem sex haben und verhüten is auch wieder so ne sache.
es kann immer was passieren richtig?
Ich sag nich, dass das flasch is was du sagst, aber ggf. es passierte wirklich mit Verhütung.
Man zerstört auch das Leben des Mädchens wenn es wirklich dazu gezwungen wird das Kind unter solchen Bedingungen zu bekommen.

Ich denke nicht,dass irgendwer darüber Regeln aufstellen kann und vor allem nicht DARF.ausser bei sich selbst.
Es ist nur immer dieser Zwiespalt da, was nun "wichtiger" anzusehen ist, dass Leben der Mutter oder des Kindes.

Was imho ausser Frage steht ist, dass diese "Zellhaufen" nunmal Lebewesen sind.
Aber was wenn dieser "Zellhaufen" das Leben der Mutter beeinträchtigen würde?
Auch wieder sowas.

Ich selbst hab dazu keine eigene Meinung weil es einfach zu Komplex ist.
Es geht um die Individualität des Falles.
Irgendwelche faustregelen darüber aufzustellen ist imho mehr als stupid.
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Beitrag von Fiorina » Fr 08 Aug, 2003 10:32 pm

Spike'sKrüml hat geschrieben:das mit dem sex haben und verhüten is auch wieder so ne sache.
es kann immer was passieren richtig?
Ich sag nich, dass das flasch is was du sagst, aber ggf. es passierte wirklich mit Verhütung.
Man zerstört auch das Leben des Mädchens wenn es wirklich dazu gezwungen wird das Kind unter solchen Bedingungen zu bekommen.
Also, ich verhüte seit fast 20 Jahren, und mir ist noch nie etwas derartiges passiert. Wenn man sich nicht absolut dämlich anstellt ist die Wahrscheinlichkeit, daß man wirklich trotz Verhütung Schwanger wird doch sehr gering. Man sollte mit menschlichem Leben nicht einfach so sorglos umgehen! Und wieso darf man das Leben des Mädchens nicht zerstören, aber ein unschuldiges Leben einfach so töten?
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Beitrag von Spike'sKrüml » Fr 08 Aug, 2003 10:47 pm

das "einfach so" kannst du sicherlich streichen.
Es gibt sicherlich Menschen die das nicht "einfach so" tun.

Wie gesagt.Es KANN passiere und sollte dieser Fall eintreten.Und das tut er öfters als du anscheinend glaubst.Auch wenn es bei dir bisher nicht der Fall gewesen sein sollte.

Es geht nunmal nicht darum was den meisten passiert ist , oder was die Mehrheit über dies und das denkt.
Es kommt auf jeden einzelnen spezifischen Fall an.
Und wie du schon gesagt hast.Es geht mehr als um einen Zellhaufen, es geht um ein menschliches Leben.
Und du möchtest so ein menschliches Leben also nach Regeln abfertigen?
(das Leben der Mutter ist auch solch eines.Man sollte das nicht vergessen.)
Es geht um die individualität des Falles.

ich sage nicht,das ist richtig, oder jenes.
denn es liegt nicht bei mir so etwas zu bestimmen.Noch bei jemand anderem aussenstehende.
Ganz sicher nicht.
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Beitrag von Gast » Fr 08 Aug, 2003 11:00 pm

Spike'sKrüml hat geschrieben:es kann immer was passieren richtig?
Ja, es kann immer was passieren. Die einzig 100% sichere Verhütung ist ein klares, unmißverständliches "Nein". Und das muß jedem bewußt sein, der mit jemand anders in die Kiste hüpft.
Man zerstört auch das Leben des Mädchens wenn es wirklich dazu gezwungen wird das Kind unter solchen Bedingungen zu bekommen.
Entschuldigung, wenn ich jetzt meine gute Erziehung für einen Moment vergesse - aber das ist Bullshit. Das ist BRAVO-Dr.Sommer-Argumentation vom Feinsten. Ein kleines Kind zerstört keine Leben. Es verändert das Leben, radikal, ja. Aber es zerstört es nicht! Klar, Madame wird nicht mehr auf Parties rumhüpfen können - aber das Leben ist damit nicht zuende. Ich kenne einige Teenager-Mütter, und die erfreuen sich alle bester geistiger Gesundheit. Wer hat eigentlich dieses hirnverbrannte Gerücht in die Welt gesetzt, daß die Geburt eines Kindes eine Katastrophe sei? Natürlich ist es nicht leicht - aber es ist nicht unmöglich. Und ein Kind zu töten, weil es einem im Moment nicht ins Konzept paßt, das finde ich pervers.
Es ist nur immer dieser Zwiespalt da, was nun "wichtiger" anzusehen ist, dass Leben der Mutter oder des Kindes.
Geht es um das Leben der Mutter oder um ihre Bequemlichkeit? Soll man buchstäblich und wortwörtlich über Leichen gehen, weil man nicht bereit ist, sein Leben umzustellen?
Aber was wenn dieser "Zellhaufen" das Leben der Mutter beeinträchtigen würde?
Oha - also darf man jeden killen, der eventuell das Leben beeinträchtigen könnte? NATÜRLICH beeinträchtig ein Kind das Leben der Mutter. Na und? Es wird niemals so gravierend sein, wie eine Kaliumchlorid-Spritze das Leben das Kindes beeinträchtigt.

Leute! Wo lebt ihr denn? Ein Kind ist ein GESCHENK, ein lebendes Wesen, eine eigene Persönlichkeit, einmalig und einzigartig! Es ist kein lästiges Ding, das man entsorgt, wenn es einem nicht in den Kram paßt! Von Sex wird man schwanger - das ist nun mal so, auch wenn uns dreißig Jahre "sexuelle Revolution" vom Gegenteil überzeugen wollen. Was ist das für ein Land, wo der persönliche Lebensentwurf mehr wert ist als ein Menschenleben?

Boah... mir fehlen echt die Worte. Ich geh mich jetzt mal beruhigen.

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Beitrag von Fiorina » Fr 08 Aug, 2003 11:00 pm

Aber ohne Regeln geht es nun mal nicht, wenn viele Menschen in einer Gesellschaft miteinander leben! Sonst könnte doch jeder machen, was er will. Und deshalb sollte auch so etwas geregelt werden. Und es gibt immer Ausnahmen von Regeln. Aber es ist sicher ein Unterschied, ob das Leben eines Teenagers vielleicht durch das Austrage eines Babys zerstört werden könnte, und was bedeutet in dem Zusammenhang "zerstören", oder ob definitv ein Leben vernichtet wird, oder?
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Beitrag von Spike'sKrüml » Fr 08 Aug, 2003 11:10 pm

Über das mit den Regeln könnt ich mich jetzt streiten, hab da ne etwas andre Ansicht was das angeht... und alles andre wies scheint auch...

Ich kann dir da jetzt keine Antwort drauf geben, sorry, ich würd s gern, aber es liegt nunmal nicht an mir sowas zu entscheiden.Oder mir darüber ein Urteil zu bilden.Geschrweigedenn jedes oder selles zu be/verurteilen.

Ich geb dir da auch Recht,was du sagst mag richtig sein.
Das Ding ist nur.Es ist nicht immer richtig.Und es ist nicht bei jedem geschweigedenn für jeden richtig.

Ich will dir hier nicht meine Meinung aufzwingen oder son Kram.Nur, ich frag mich grad ob meine Meinung einigermaßen nachvollziehbar ist.
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Beitrag von TarasGirl » Fr 08 Aug, 2003 11:21 pm

Fiorina hat geschrieben:
Spike'sKrüml hat geschrieben:das mit dem sex haben und verhüten is auch wieder so ne sache.
es kann immer was passieren richtig?
Ich sag nich, dass das flasch is was du sagst, aber ggf. es passierte wirklich mit Verhütung.
Man zerstört auch das Leben des Mädchens wenn es wirklich dazu gezwungen wird das Kind unter solchen Bedingungen zu bekommen.
Also, ich verhüte seit fast 20 Jahren, und mir ist noch nie etwas derartiges passiert. Wenn man sich nicht absolut dämlich anstellt ist die Wahrscheinlichkeit, daß man wirklich trotz Verhütung Schwanger wird doch sehr gering. Man sollte mit menschlichem Leben nicht einfach so sorglos umgehen! Und wieso darf man das Leben des Mädchens nicht zerstören, aber ein unschuldiges Leben einfach so töten?
mir ist auch schon (ein einziges mal) passiert dass das kondom bei meinem freund plötzlich gerissen war. das merkt man während dem sex nicht. zum glück hat er es noch rechzeitig bemerkt, aber trotzdem hatte ich dannach angst dass ich vielleicht schwanger bin. falls es so gewesen wäre, hätt ich echt nicht gewusst was ich gemacht hätte.
Eine Freundin von mir hat mal abtreiben lassen und ihr fiel es lange zeit schwer damit klar zu kommen. In ihrer Situation, sie hatte gerade eine Therapie beendet (Heroin), fand ich die Abtreibung allerdings richtig. Denn bevor man nicht sein eigenes Leben im Griff hat kann man keine Kinder in die Welt setzen, die dann darunter leiden müssen.
Zuletzt geändert von TarasGirl am Fr 08 Aug, 2003 11:38 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Fiorina » Fr 08 Aug, 2003 11:34 pm

@ HollaDieWaldfee: Sehr schön gesagt!! Und ich bin da ganz Deiner Meinung!! :knuddel:

Na klar kann es passieren, daß ein Kondom reißt, aber darüber sollte man sich doch hoffentlich von vornherein klar sein. Und man kann ja auch "doppelt" Verhüten, wenn man denn ganz sicher gehen will. Aber nur weil man sein Leben umstellen müsste, ist das doch kein Grund einen Menschen zu töten!
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Beitrag von Spike'sKrüml » Fr 08 Aug, 2003 11:38 pm

@ Holla
mag alles richtig sein und ich stimm dir da auch teilweise zu.
Aber ich bin nunmal nicht in der Situation, also wer gibt mir dann das Recht darüber zu entscheiden?

Das waren lediglich Fragen und Gedankengänge die ich gepostet habe.
Wenn das deine Antworten darauf sind.Okay.Meine sind es nicht.
Alles was ich darauf antworten könnte wäre dass es auf den Fall ankommt.
Mehr kann ich dazu nicht sagen , sorry.
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Beitrag von slarti » Fr 08 Aug, 2003 11:51 pm

"Wer zu dumm ist zu verhüten soll auch die Konsequenzen tragen"
Irgendjemand formulierte das weiter oben so.
Moment, müsste man nicht damit rechnen, dass in dem Falle eher das Kind die Konsequenzen tragen muss, die aus einer minderjährigen Mutter resultieren, weil diese Mutter ncit dazu in der Lage ist, dem Kind ein Leben wie anderen Kindern zu ermöglichen?
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Beitrag von Fiorina » Sa 09 Aug, 2003 12:21 am

slarti hat geschrieben:"Wer zu dumm ist zu verhüten soll auch die Konsequenzen tragen"
Irgendjemand formulierte das weiter oben so.
Das war wohl ich.
slarti hat geschrieben:Moment, müsste man nicht damit rechnen, dass in dem Falle eher das Kind die Konsequenzen tragen muss, die aus einer minderjährigen Mutter resultieren, weil diese Mutter ncit dazu in der Lage ist, dem Kind ein Leben wie anderen Kindern zu ermöglichen?
Wieso sollte sie das nicht können?? Weil sie zu jung ist? Weil sie zu arm ist? Weil sie zu dumm ist? Das sind alles Punkte, die nichts darüber aussagen, ob man ein Kind großziehen kann. Wenn Du jetzt allerdings den Punkt anbringst, daß die Mutter das Kind nicht lieben kann/könnte, weil sie meint, das Kind hätte ihr Leben "zerstört" . . . das wird sich erst wirklich herausstellen, wenn das Kind auf der Welt ist. Und wenn es wirklich nicht funktioniert, gibt es immer noch die Möglichkeit der Adoption, oder Babyklappen. Das ist immer noch besser, als das Kind abzutreiben! Und glaubt mir, nach einer Geburt wird sie sich doppelt und dreifach absichern, nicht wieder ungewollt schwanger zu werden!

Dieses Thema ist wirklich sehr emotional und man wird da wohl nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
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Beitrag von liv » Sa 09 Aug, 2003 12:34 am

slarti hat geschrieben:"Wer zu dumm ist zu verhüten soll auch die Konsequenzen tragen"
Irgendjemand formulierte das weiter oben so.
Moment, müsste man nicht damit rechnen, dass in dem Falle eher das Kind die Konsequenzen tragen muss, die aus einer minderjährigen Mutter resultieren, weil diese Mutter ncit dazu in der Lage ist, dem Kind ein Leben wie anderen Kindern zu ermöglichen?
Finde ich einen guten Ansatzpunkt. Denn wenn die Mutter schon zu "dumm" zum verhüten ist (um mal bei dem Ausdruck zu bleiben) - was bedeutet dies dann bezüglich ihrer Fähigkeiten ein Kind großzuziehen?
Dazu gehört nämlich auch etwas mehr als nur eine Entbindung und um ehrlich zu sein - gewisse Leute würde ich nichtmal mit der Pflege meines Hamsters beauftragen... geschweige denn denen auch noch ein Kind überlassen. :cheesy:

Ich will daraus jetzt keine generelle Aussage pro oder kontra Abtreibung machen, da ich mir selbst nicht ganz sicher bin, wie ich zu dem Thema stehe. Ich fand einfach nur dass eine solche Aussage auf ziemlich wackeligen Beinen steht. ;)

Babyklappe, Adoption usw. sind natürlich bessere Lösungen aus der Perspektive des Kindes als eine Abtreibung. Allerdings kann man bei einer Babyklappen-Lösung jetzt auch nicht wirklich davon sprechen, dass die jungen Eltern irgendwelche Konsequenzen ihres Handeln tragen. Sie geben die Verantwortung auch wieder nur ab... und vergessen so schnell wie möglich dass es das Baby jemals gab.
***
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