Hilfe, ich hab eine meiner Fics übersetzt... bitte mal sagen, was ihr davon haltet
Du rochst schon immer nach Regen
Spike zeichnete gemütlich die Umrisse von Xanders Unterlippe, während dieser schlief.
Xander lag dem Blonden gegenüber, halb auf seiner Seite, halb auf seinem Bauch, ein Bein zwischen den schlanken des Vampirs.
Spike fühlte die Mundwinkel von Xanders Mund zucken als der Junge wie als Antwort auf die sanfte Berührung lächelte, obwohl er noch immer schlief.
Er sah wunderschön aus, so wie er war.
Eine flüsternde Berührung von Fingerspitzen liess Xander für einen Moment blinzeln, bevor ein zufriedener Seufzer seine Lippen verliess und er sich herumdrehte, um sich gegen Spike zu kuscheln, der seitwärts auf seinem Ellbogen aufgestützt neben ihm lag und ihm zuschaute.
Als Xander einen verschlafenen Kuss auf eine der Brustwarzen des Vampirs drückte fühlte Spike sie zur Antwort hart werden und seine Augen blitzen gelb für einen Moment. Jedoch ignorierte er dieses Gefühl gerne für die Befriedigung über den Schlaf seines Jungen zu wachen.
Er liebte diese Zeit der Nacht.
Xander liess sich von Spike nie einfach nur anschauen. Schon gar nicht, wenn er nackt war.
Nicht dass es dazu nicht genügend Gelegenheiten gäbe, keineswegs.
Die Beiden verbrachten den Grossteil ihrer gemeinsamen Zeit sowieso nackt.
Erst recht, seit sie mehr oder weniger offiziell zusammen in Xanders Apartment lebten und ihre Freunde ihre Lektion, nicht unangemeldet rein zu platzen, auf die harte Art gelernt hatten. Obwohl schon eine Woche seit ihrem kleinen Treffen vergangen war wurde Buffy noch immer rot, jedesmal wenn sie Spike, Xander oder jemanden über einen Tisch gebeugt sah und Spike hatte sich viel Mühe gegeben, genau das zu tun, wann immer alle zusammen etwas in der Magic Box zu besprechen hatten.
Spike plazierte ein paar Küsse auf Xanders rechter Wange. Er wollte nicht, dass die andere eifersüchtig wurde, aber da Xander den Rest seines Gesichts entweder im Kissen oder gegen Spikes Brust vergraben hatte, musste die andere Wange wohl lernen damit zu leben.
Er lächelte, als er an all das Blut dachte, das soviel Zeit damit verbrachte hinauf in die Wangen des Jungen zu rauschen damit er rot werden konnte, wann immer Spike ihn ein wenig zu lange ansah.
Dann würde Xander sich wegdrehen und es würde Spikes ganze Verführungskünste brauchen um ihn wieder zu entspannen.
Ein leises knurren erhob sich in Spikes Brust als er an alle die Leute dachte, die Schuld für dieses tiefe Selbstwertgefühl waren.
Xander war kein Clown!
Spike runzelte die Stirn. Ok, ja, Xander *war* ein Clown, aber niemand hatte das Recht ihn so zu behandeln.
Er war klug, und geistreich, und attraktiv und ja, er war schön und er war intelligent.
Es gab Spikes un-totem Herz ein Stich als er sich daran erinnert, dass die meisten dieser geistreichen Sprüche reiner Selbstschutz waren und dass die Dinge, die der Junge sagte entweder ignoriert oder abgelehnt wurden, weil sie "ja nur von ihm" kamen.
Er hätte diese Idioten schon längst entfernt, wenn es nach ihm ginge.
Spike liess ein bisschen seiner Reiszähne blitzen, beruhigte sich aber schnell wieder.
Wer war er denn schon, dass er widersprechen würde, wenn sein Junge diese Leute noch immer liebte?
Er lächelte ein liebevolles Lächeln und begann eine der dunkeln Locken zwischen seinen Fingern zu rollen.
Spike hatte noch nie zuvor jemanden getroffen der so loyal und vertrauensvoll war, wie Xander.
Das war es, was ihn verletzlich machte.
Aber das war es auch, was ihm ermöglichte einen hundertzwanzig-und-irgendwas Jahre alten Meister Vampir zu lieben.
Einfach nur, weil er Spike vertraute.
Spike wusste, er konnte nichts versprechen. Niemand kann das. Aber er konnte verdammt noch mal sein bestes geben den Jungen nicht zu enttäuschen.
Spike konzentrierte sich für einen Moment auf Xanders Herzschlag aber er war noch immer ruhig und gleichmässig und zeigte kein Zeichen davon, dass Xander aufgewacht war. Spike stellte immer sicher, dass Xander nicht aufwachte.
So sehr Spike dieses Lebensrhythmus hasste, Xander bestand darauf seinen Job zu behalten und meistens bestand er auch darauf, seinen Schönheitsschlaf zu bekommen - als ob er diesen nötig hätte - und er war sehr strikt mit den Regeln, die er für besagten Schlaf aufgestellt hatte. Zum Beispiel durfte Spike ihn nicht in der Mitte der Nacht für eine kurze Runde Sex aufwecken.
Natürlich waren Regeln dazu da, gebrochen zu werden. Ganz besonders wenn jemand ein Rebell ist, so wie Spike. Und grösstenteils beklagte sich Xander auch gar nicht darüber.
Gibt es einen besseren Weg auf zu wachen, als zu überwältigendem Sex der deine Eingeweide in eine zitternde Masse Schleim verwandelt? Ja? Naja, nicht wenn dein Liebhaber Spike ist. Erinnerst du dich? Kein Würgreflex, kein Grund zu Atmen, über hunderte Jahre Erfahrung...
Spike legte seinen Arm über Xanders Kopf flach auf das Bett und stütze seinen Kopf darauf ab, den anderen Arm legte er schlapp um Xanders Hüfte. Xander reagierte auf die Bewegung, drehte sich vollkommen auf den Rücken und legte seinen eigenen Arm über den blassen auf seiner Hüfte.
Spike atmete tief ein und wühlte sein Gesicht in die dunkeln Haare vor ihm, die immer aussahen, als wären sie gerade eben vom Wind zerwühlt worden. Sie waren ein wenig gewachsen und Xander verbrachte den Grossteil seiner Zeit damit sie aus dem Gesicht zu wischen, und obwohl das nie mehr als einige Sekunden anhielt schnitt er sie nicht. Nur weil Spike sein Haar so mochte.
Xander tat eine Menge für ihn. Die Licht-dichten Vorhänge über den Fenstern, die wöchentliche Blutlieferung und die Tatsache, dass das erste, was Xander machen wollte nachdem die Beiden ihren kitschigen Austausch von Liebesgeständnissen hatten war, es seinen Freunden zu erzählen.
Nicht das Spike es irgendwie anders hätte haben wollen, aber er hätte niemals gedacht, dass Xander seine Freunde davon wissen lassen wollte. Und dann auch noch so früh.
Aber er hat nur gesagt, dass dies wirklich sei, und das seine Freunde selbst sehen müssten, wie sie damit zurecht kommen.
Es gab einige fragende Blicke, einige "Schaufel-Gespräche" - Spike schüttelte es ab der Erinnerung - und lass uns einfach mal sagen, dass die Dämonen, die an diesem Abend den Weg der Jägerin kreuzten danach keine glücklichen Kerle mehr waren, aber ansonsten gab es keine grossen Probleme.
Xanders Freunde müssen den glücklichen Ausdruck in seinen Augen gesehen haben, als er es ihnen erzählte.
Spike drehte sich ein wenig herum, so dass er auf Xanders Gesicht blicken konnte. Kein Wunder das seine Freunde - *ihre* Freunde, er hatte sich noch immer nicht daran gewöhnt - diesen grossen braunen Hundeaugen nicht hatten widerstehen können und wieder einmal wünschte er sich, Xander würde aufwachen, so dass er seine Augen sehen könnte.
Wenn er ein Zeichner gewesen wäre, hätte er eine Seite nach der anderen mit Aquarellen dieser Augen gefüllt.
Und einst war er ein Poet gewesen, und obwohl er ein schlechter gewesen war hätte er versucht die Schönheit dieser Augen in Worte zu fassen.
Aber nicht einmal das war er mehr.
Er war nur ein Vampir und so würde er sich damit zufriedenstellen einfach nur Stunden damit zu verbringen in die Augen seines Jungen zu schauen, wenn Xander ihn nur lassen würde.
Spiegel zur Seele und all dieser Quatsch.
Wenn er Xander ansah, wusste er, dass es stimmte. Es war egal wie hart der Junge versuchte seine Freunde glauben zu machen, dass es ihm gut ging. Ein Blick in seine Augen und jeder, den es interessierte, sah, was er wirklich fühlte.
Wenn er glücklich war funkelten sie und sahen aus, wie geschmolzene Schokolade, ein wenig heller, Milchschokolade vielleicht. Und er bekam diese Fältchen um seine Augen, die den Vampir jedesmal genüsslich schaudern liessen. Er wusste, dass Xander wirklich lächelte, wenn er die Fältchen bekam.
Es war etwas, dass ihn jedesmal blossstellte, wenn er versuchte sauer zu sein wegen etwas, das Spike gesagt oder getan hatte, nur um zu sehen wie Spike sich herauswinden würde.
Aber wenn er wirklich traurig war, dann waren sie dunkler, nur ein wenig. Feucht, mit ungeweinten Tränen, denn sein Vater hatte ihm beigebracht, dass Jungs nicht weinen - oh, und wie er es ihm beigebracht hat! - und während er am Höllenschlund lebte, hatte er gelernt, dass weinen nicht hilft, also weinte Xander nie.
Fast nie.
Manchmal würde Xander mitten in der Nacht aufwachen, aus dem Bett klettern und ins Wohnzimmer gehen. Spike würde still im Bett verweilen und zuhören, wie Xander durch ein Buch blätterte - ein Photoalbum, wie Spike später herausgefunden hatte - und wenn er die ersten Tränen auf die Seiten fallen hörte, würde er gehen, und seinen Jungen in den Arm nehmen und ihn festhalten.
Xander erklärte nie, und Spike fragte nicht.
Vielleicht würde er ihm eines Tages sagen, wer der andere dunkelhaarige Junge auf dem Photo neben Xander selbst war. Das Photo, dass die meisten Tränenflecken hatte.
Xander würde es ihm erzählen, wenn er dazu bereit war, und Spike konnte warten.
Spike mochte es nicht, Xander traurig zu sehen und trotzdem liebte er es. Nur, weil es ein Teil von Xander war. Ein Teil, den nur er zu sehen bekam. Weil Xander ihm genug vertraute, um sich dem Vampir hinzugeben, wenn er zu schwach war, um mit der Welt um ihn herum klar zu kommen.
Aber es gab einen Ausdruck, den Spike noch viel mehr liebte als traurig, glücklich, oder Hundeblick-Xander.
Wenn sie alleine waren, wenn sie sich küssten, rummachten oder einfach nur fern sahen zusammen, würde Spike Xander manchmal dabei erwischen, wie er ihn ansah, ohne wirklich hinzusehen.
Verloren in Gedanken stand ihm Bewunderung und Erstaunen klar ins Gesicht geschrieben.
Bewunderung für diese wunderschöne Kreatur, die sein Apartment teilte. Sein Bett. Sein Leben.
Erstaunen darüber, dass es wirklich kein Traum war. Das alles real war.
Dies waren die Momente wenn Spike sich komplett und geliebt fühlte.
Und er würde dieses Gefühl auf die einzige Art, die er kannte, zurückgeben.
Er würde seinen Jungen hochheben - Xander hasste es, aber er lächelte immer, nur um seinen Vampire zu belustigen - und ihn ins Schlafzimmer tragen.
Er würde küssen, und schmusen, und tasten und schnurren und süsse Worte flüstern über Realität und Träume die wahr werden. Über die Vergangenheit und die Zukunft und dass für ihn nicht als das 'hier und jetzt' zählt. Über Schönheit und Perfektion.
Über Liebe.
Bis dahin würden Xanders Augen dunkel mit Verlangen sein, beinahe benebelt durch Bedürfnis und Leidenschaft und zur selben Zeit feucht mit Tränen. Dunkel und bewölkt und feucht, kräftig wie ein Regensturm.
So fühlte sich Spike immer, wenn er mit ihm zusammen war.
Ertrinkend im Regen, verloren im Sturm, hilflos gegen den Wind und er hat sich nicht mehr so gut gefühlt seit - hat er sich je so gut gefühlt? - und das einzige, was er tun konnte war, zu versuchen, all das mit Berührungen und Küssen zu erklären, denn Worte würden dazu nicht ausreichen.
Xander bewegte sich wieder, und diesmal flatterten seine Augen ganz auf. Er blinkte ein paar mal, bevor er vollkommen aufwachte und sich auf das blasse Gesicht über ihm konzentrieren konnte.
Er lächelte und drehte sich herum, so dass er Spike ins Gesicht sehen konnte.
"Geh wieder schlafen, Blödmann"
Spike legte sich hin, kuschelte sich an den warmen Körper und stütze sein Kinn auf Xanders Schulter auf.
"Ich hab dir gesagt ich kann Nachts nicht schlafen. Beknackter Menschen-Rhythmus."
Xander grinste und küsste Spikes Ohr, bevor er die Decke wieder hochzog und sie beide zudeckte.
"Was hast du eigentlich getan?"
"Über den Regensturm nachgedacht."
Damit vergrub Spike seinen Kopf zwischen Kissen und Xanders Nacken und zeigte, dass für ihn die Diskussion vorbei war.
Xander lag verwirrt wach und versuchte Regentropfen zu hören, die ans Fenster klatschten. Er war sicher, dass draussen kein Sturm wütete, also wovon hatte Spike geredet?
Und dann erinnerte er sich, das Spike ihm einst gesagt hat, er rieche nach Regen.
Xander hatte es damals nicht verstanden - verstand es noch immer nicht - aber es kam nicht darauf an.
Spike hatte beinahe die ganze Nacht damit verbracht, ihm beim Schlafen zuzusehen.
Xander wusste, dass es nicht das erste mal gewesen ist. Er hatte Spike schon früher dabei erwischt. Und bevor Xander beschämt rot werden konnte, lächelte er.
Spike fand, dass er schön war.
Spike liebte ihn.
Spike war offensichtlich auf Mitternachtssex aus, den abgesehen von der Tatsache, dass er *aussah* als würde er schlafen hatte eine seiner Hände ihren Weg unter die Bettdecke gefunden und wanderte nun über Xanders linken Oberschenkel.
Und wer war er einen Quicky zu Mitternacht abzulehnen?
Regeln? Ja, es gab Regeln... aber wo lag der Spass wenn nicht darin, sie zu brechen...
"Liebe dich."
"Liebe dich auch."
ENDE
und wie zum Teufel wurden Willow's "shovel talks" in der deutschen Version genannt? *lol*